Gazipasa liegt ca. 40 km östlich von Alanya und hat ca. 16.000 Einwohner. Das
Zentrum liegt ca. 2 km abseits der Küste. Bislang ist Gazipasa noch
beschaulich, bäuerlich geprägt und weitab vom überlaufenen Tourismus.
Größere Einkommensquellen der Bewohner sind Obst, Gemüse, Holzkohle und
Erzminerale wie Borilium. Eine besondere Art von Bananen die man hier
auch Eselsbananen nennt (ähnlich wie Kochbananen), wachsen nur in dieser
Stadt
Wenn man
aus Alanya nach Gazipasa fährt, kommt in ca. 30 km hinter Alanya zur
antiken Stadt
Iotape. Die Schnellstraße
trennt diese Stadt, die mit einem Teil direkt am Meer liegt und mit dem
anderen Teil in den angrenzenden Bergen. Der Ursprung von Iotape geht
zurück auf römische und byzantinische Epochen. Die Hafenstadt wurde von
dem Kommagenekönig Antochus IV. (38-72. n. Chr.) gegründet und nach
dessen Frau benannt. Aus Inschriften weiss man, dass sie für ihre
spendablen Bürger und erfolgreichen Athleten bekannt war. Leider blieb
nicht viel von Iotape übrig. Auf einer Felsnase am Meer die Reste der
Akropolis, nördlich davon die Überbleibsel von Thermen und eine
verfallene Kapelle. Auf der anderen Straßenseite findet man eine
Nekropole.
Iotape ist dabei nur eine von mehreren antiken Städten wie: Ptolomeais,
Augai, Leartes, Hamaxia, Syedra,
die sich alle noch im Stadtgürtel von Alanya befinden.
Die Stadt Selinus.
befindet sich dort, wo der Gazipasa-Fluss das Meer erreicht. Selinus
wird erwähnt, weil Kaiser Trajan auf dem Rückweg von einem Feldzug gegen
die Parten in Selinus verstarb. In Erinnerung an den Kaiser bekam die
Stadt nach seinem Tode für eine kurze Zeit den Namen Trajanapolis. Die
sterblichen Überreste und die Asche von
Kaiser Trajan wurde nach Rom überführt.
In
Gazipasa vermisst man aber nichts. In Gazipasa erhält man alles, was man
zum täglichen Leben braucht:
Supermärkte,
sonstige Geschäfte, 2 x wöchentlich Markttag, modernes Krankenhaus,
Ärzte, Apotheken, Gewerbegebiet mit
vielen Handwerkern, Banken, Bankautomaten und eine Vielzahl von kleinen
Restaurants
Gazipasa ist im
Norden vom Taurusgebirge, und im Süden vom Mittelmeer umgeben!
Die ersten in der
Türkei lebenden Deutschen waren seit dem 18. Jahrhundert
Kaufleute in
Izmir,
Saloniki und anderen Hafen- und Handelsstädten des
Osmanischen Reiches, später auch die so genannten
Bosporus-Deutschen, die sich seit etwa 1830 zumeist als
Kaufleute und Handwerker in
Istanbul niederließen.
Nach
1933 fanden mehrere hundert deutsche Wissenschaftler und
Künstler, die aus politischen oder rassischen Gründen von
den Nazis verfolgt wurden, in der Türkei Zuflucht. Einige
der bekanntesten Namen sind
Rudolf Belling,
Carl Ebert,
Albert Eckstein,
Ernst Eduard Hirsch,
Fritz Neumark,
Ernst Reuter und
Eduard Zuckmayer. Sie leisteten einen Beitrag von
entscheidender Bedeutung für den Aufbau eines modernen
Hochschulwesens in der Türkei.
Nach unbestätigten Angaben leben
mindestens 25.000 Deutsche ständig in der Türkei. Die größte
Anzahl davon lebt an der Türkischen Riviera - bevorzugt sind
wegen des Klimas
Antalya und
Alanya, wo es Ansätze von Netzwerken gibt.
Klima und Wetter
Wie überall am Mittelmeer sind in
Avsallar die Sommer heiß und trocken und die Winter mild und regnerisch. An
den heißen Sommertagen kommt nachmittags der Wind von Süden über das Meer
und bringt eine angenehme Kühlung.
|
|
Tagestemperaturen |
Regentage |
|
|
Minimum [oC] |
Maximum [oC] |
|
Januar |
5,9 |
14,9 |
12 - 13 |
|
Februar |
6,2 |
15,4 |
10 - 11 |
|
März |
7,8 |
17,7 |
8 - 9 |
|
April |
11,1 |
21,2 |
6 - 7 |
|
Mai |
15,0 |
25,4 |
5 - 6 |
|
Juni |
19,4 |
30,5 |
2 - 3 |
|
Juli |
22,4 |
33,8 |
0 - 1 |
|
August |
22,3 |
33,7 |
0 - 1 |
|
September |
19,1 |
30,9 |
1 - 2 |
|
Oktober |
15,0 |
26,4 |
5 - 6 |
|
November |
10,7 |
21,2 |
7 - 8 |
|
Dezember |
7,6 |
16,7 |
12 - 13 |